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Winteröffnungszeiten

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Tel.: 05531-992960


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Am 16. Oktober heißt es wieder "Halali und Horrifo" bei der großen Hubertusjagd in Neuhaus.

Herbstzeit ist traditionell die Zeit der großen Reitjagden. Wenn die Felder abgeerntet sind, die Wälder sich bunt verfärbt haben und die Luft klar und frisch ist, folgen die Reiter in ihren charakteristischen roten Röcken wieder dem Ruf der Jagdhörner zum Stelldichein und schwingen sich auf die Rücken ihrer edlen Vierbeiner, um gemeinsam dem Jagdvergnügen nachzugehen.

Gejagt wird in Deutschland dabei übrigens bereits seit Mitte der 1930er Jahre kein lebendes Wild mehr. Vielmehr folgt die Hundemeute bei der sogenannten Schleppjagd einer im Vorfeld künstlich gelegten Fährte durch Wald und Flur. So auch in der Solling-Vogler-Region, wo am 16. Oktober ab 11.30 Uhr die alljährliche Hubertusreitjagd auf dem Programm steht. Und die erfreut sich nicht nur bei heimischen Reitern großer Beliebtheit, denn auch weit über die Kreisgrenzen hinaus hat sich das besondere Flair der Veranstaltung herumgesprochen.

Doch nicht nur für die Sattelspezialisten, auch für Zuschauer ist die Neuhäuser Jagd ein ganz besonderer Höhepunkt des Jahres. Kein Wunder also, dass sich Jahr für Jahr zahlreiche Gäste einfinden, um dem großen Spektakel beizuwohnen, den Abritt der Reiter zu verfolgen oder auch an dem ein oder anderen Geländehindernis vorbeizuschauen und das imposante Bild vor der herrlichen Kulisse der Sollinger Wälder zu genießen.

Treffpunkt für Teilnehmer und Zuschauer ist das Haus des Gastes in Neuhaus im Solling. Von dort aus starten die Reiter hinter den Foxhounds der Niedersachsenmeute, die das Feld anführen, auf eine abwechslungsreiche Strecke. Diese führt über weite Wiesen, Wälder und rund 40 naturgetreue Hindernisse wie Natursteinmauern, Baumstämme und Gräben. Reiter, die es lieber etwas ruhiger angehen lassen möchten, folgen dem „springenden Feld“ mit etwas Abstand im sogenannten „nichtspringenden Feld“.

Gegen 15 Uhr werden die Jagdteilnehmer zurück in Neuhaus erwartet. Nach der Ankunft ertönt am Lagerfeuer das traditionelle „Halali“, welches die Jagd – der jahrhundertealten Tradition folgend – offiziell für beendet erklärt. Dann wird den Reitern nach gutem alten Brauch ihr Eichenlaubabbruch angesteckt und auch die Hundemeute darf sich über ihre wohlverdiente Belohnung in Form eines Pansen hermachen.

Übrigens: Auch für Zuschauer und Gäste wird, während die Reiter auf der Strecke sind, am Haus des Gastes eine ganze Menge geboten. Denn das Hubertusfest lockt mit vielen Ständen, an denen die unterschiedlichsten Waren präsentiert und angeboten werden.